So lange ist es noch gar nicht her, dass ich mit Verdacht auf Ablösung oder Riss in der Netzhaut beim Augenarzt war. Der Verdacht hatte sich damals zum Glück nicht bestätigt, einen Kontrolltermin bekam ich trotzdem, bei welchem ich auch gleich den Augeninnendruck messen ließ. Dass ich diese Untersuchung selbst zahlen darf, wusste ich. Nun kam dabei ein grenzwertiges Ergebnis heraus, weshalb mir 2 Termine zur Gesichtsfeld- und nochmaliger Innendruckmessung vorgeschlagen wurden. Den ersten Termin hatte ich vor 3 Wochen, den zweiten heute. Und wieder war der Augeninnendruck kritisch. Theoretisch hätte mir die Ärztin jetzt einfach Tropfen verschreiben können, doch sie erklärte mir dann, dass der Wert des Innendrucks in Zusammenhang mit der Hornhautdicke zu betrachten ist, die nun mal nicht bei allen Menschen gleich sei. Oder anders gesagt: Ist die Hornhaut im Auge dicker als üblich, darf der Druck auch höher sein. Eine Vermessung könne man gleich durchführen, allerdings wäre die nicht durch den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse abgedeckt. Da mir mein Sehvermögen immens wichtig ist, blätterte ich natürlich ohne zu zögern die 30 Euro hin und konnte kurz darauf erleichtert aufatmen, denn obwohl kurzsichtige Augen zumeist eine dünnere Hornhaut aufweisen, ist sie bei mir dicker als die Norm. Und damit ist der theoretisch zu hohe Innendruck praktisch in Ordnung.
Nochmalige Kontrolle in einem halben Jahr.
(Worauf ich eigentlich hinaus will: Die Krankenkasse hätte also die unsinnig verschriebenen und längerfristig sicher mehr als 30 Euro kostenden Augentropfen bezahlen müssen, die im Vergleich dazu kostengünstige Vermessung der Hornhaut darf sie aber nicht übernehmen. Und nein, die Krankenkassen legen selbst nicht fest, welche Leistungen übernommen werden müssen und welche nicht übernommen werden dürfen.)

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