Das Bargeld war bis auf ein paar Cent aufgebraucht, und als ich am Spätnachmittag am Bankautomat frische Scheine holen wollte, erwartete mich der Automat mit einem Stoppschild auf seinem Display. Ich hatte mich noch nicht ganz in Richtung Ausgang umgedreht, als ein Herr, bei dem es sich nach seiner äußeren Erscheinung zweifelsfrei um den Filialleiter handelte, auf mich zu kam und seine Hilfe anbot, denn als Kunde könnte ich selbstverständlich auch am Schalter Geld erhalten. Er nahm meine Karte, sprach mich daraufhin konsequent mit meinem Name an und bediente mich so zuvorkommend, als wäre ich Mitglied der High Society. Und dann … dann blätterte und zählte er die Scheine vor mir auf den Tresen, und ich wähnte mich in die Vergangenheit versetzt und wünschte mir, man möge doch alle Geldautomaten dieser Welt für eine Weile außer Betrieb nehmen, damit jeder in den Genuss dieses Hach-Gefühls kommen kann.

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