Bei einer Lebensmittelkette, die mit „frisch und freundlich“ und mit regionalen und Bioprodukten wirbt und Wurstwaren sowie Convinience selbst herstellt, denkt der Kunde ja erst mal, dass er beim Einkauf sich und seiner Umwelt etwas gutes tut. Einen Großeinkauf kann ich mir ob des dortigen preislichen Niveaus natürlich nicht leisten, aber Wurst habe ich in der Vergangenheit ganz gern mal geholt. Allerdings ist es mir nun schon mehrfach passiert, dass die gewünschten Wurstsorten an der Bedientheke nicht mehr vorhanden waren und ich deshalb gebeten wurde, mir diese abgepackt aus der SB-Theke zu nehmen. Und da hatte ich dann 3 Sorten Wurst, arrangiert auf 3 Plastiktellerchen, eingeschweißt in 3 Platiktüten und trug mehr Müll als Ware nach hause. Kommentarlos habe ich das zwar nie hingenommen, geändert hat sich an dem Zustand, der nach meiner Meinung durch schlecht organisierte Beschaffungslogistik entsteht, aber leider nichts. Ein Boykott war deshalb für mich die einzige Alternative, und so habe ich heute nach langer Zeit wieder mal einen richtigen Metzger besucht. Und war überrascht, als mir die Rechnung präsentiert wurde, denn die fiel überraschend günstig aus. Die Preise pro Kilo liegen in einem Einzelgeschäft doch tatsächlich unter denen, die mir bei einer Kette mit mehreren Filialen und der daraus resultierenden „Großproduktion“ abverlangt werden. Und die Verpackung? Papier mit einer akzeptablen dünnen Folienschicht. Und der Geschmackstest? Mit durchweg positivem Ergebnis. Der Metzger darf sich also darüber freuen, dass er ab sofort eine neue Kundin hat.

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