Nun habe ich also Shades of Grey gelesen, weil meine Kollegin der Meinung war, ich müsste wissen, was ein schlechtes Buch ist. Und … ist es ein schlechtes Buch?
Um ein literarisches Meisterwerk handelt es sich auf jeden Fall nicht, und der Hype darum ist für mich deshalb auch unverständlich. Über Realitätsnähe oder -ferne der Geschichte braucht man natürlich nicht diskutieren, denn die Grenzen der menschlichen Phantasie sind weit gesteckt, und so manch einer lebt seine theoretischen Wünsche auch praktisch aus. Genau hier komme ich allerdings zur Negativkritik gegenüber der Autorin, denn ihr mangelt es definitiv an Phantasie hinsichtlich der Wortwahl. Es sind die immer gleichen von Zweifeln geprägten Gedanken, die ihre Hauptdarstellerin heimsuchen, und auch die sprachliche Darstellung des Geschlechtsaktes kommt recht einseitig und sich viel zu oft wiederholend daher. Das nervt und langweilt. Wer über Lust und Schmerz, Dominanz und Unterwerfung schreibt, muss/kann/soll/darf auch eine passende und durchaus derbe Ausdrucksweise verwenden.
Fazit: Shades of Grey ist kein schlechtes Buch, aber auch nicht wirklich empfehlenswert. Ich hätte jedenfalls mehr daraus gemacht!

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