Gestern war der letzte Tag der Allgäuer Festwoche und damit auch der letzte Tag des Sommers. So sagt man zumindest bei uns. Und weil an dieser Theorie ein Fünkchen Wahrheit klebt, nutzten wir das (noch) schöne Wetter für einen weiteren Familienausflug. Es ging ins Flachland nach Bad Wurzach. Dort befindet sich nämlich die größte intakte Hochmoorfläche Mitteleuropas, das Wurzacher Ried, und das wollten wir uns mal anschauen.

Wurzacher Ried - Riedsee

Landschaftlich ist so etwas ja eher untypisch fürs Allgäu. Wo sonst alles üppig grünt, begegnen einem plötzlich Baumskelette …

Wurzacher Ried

… und die wunderschön blühenden Teppiche des Heidekrauts.

Wurzacher Ried - Heidekraut

Die Wege durchs Moor sind gesäumt von vielen Bänken, die zum Verweilen einladen, und immer wieder geht es über Holzbohlen.

Wurzacher Ried - Holzbohlenweg

Natürlich gibt es in so einem Naturschutzgebiet wie dem Wurzacher Ried nicht nur Pflanzen, sondern auch Unmengen an Tieren, die dort heimisch sind. Wir sahen sehr viele Eidechsen, die sich sonnten, riesige Libellen, das Schwanzende einer flüchtenden Ringelnatter und – wie sollte es auch anders sein – Schmetterlinge. Beim Admiral war ich mit der Kamera leider zu langsam, das Tagpfauenauge blieb jedoch beim „Nachtanken“ lange genug sitzen.

Wurzacher Ried - Tagpfauenauge

Eine sehr empfehlenswerte Tour, wenn man mal etwas anderes sehen und nicht ständig bergauf und bergab laufen will. Und die Menschenmenge hielt sich diesmal auch in Grenzen und war vor allem leise 😉

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